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Fachkraft für Kriminalprävention –

unsere Schulsozialarbeiterin berichtet von ihrer Fortbildung

Kristin Scheuermann ist vielen in der Sophie-Scholl-Schule bekannt. Die Diplom-Pädagogin arbeitet seit mehreren Jahren an der Schule und vertritt den Arbeitsbereich Schulsozialarbeit. In dieser Funktion steht sie an beiden Schulstandorten für Beratung zur Verfügung, knüpft Netzwerke mit externen Kooperationseinrichtungen und schlichtet Konflikte in der Schule. In den vergangenen Jahren hat Frau Scheuermann zudem die interne Vernetzung mit den Bereichen Arbeits-/Berufsberatung, Respect Coach, Schulpastoral etc. vorangetrieben und mit dem Präventions- und Beratungsteam eine komplexe Beratungslandkarte für unsere Schule erstellt.

In den Jahren 2021 und 2022 absolvierte sie zudem eine Fortbildung im Bereich Kriminalprävention.

Frau Scheuermann berichtet:

„Im Dezember 2022 habe ich die Qualifikation zur Beccaria-Fachkraft für Kriminalprävention abgeschlossen.

Das „Beccaria-Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention“ wurde vom Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) entwickelt. Es umfasst eine interdisziplinäre ganzheitliche Präventionsausbildung, in der fundiertes und anwenderbezogenes Präventionswissen vermittelt wird. Benannt wurde das Programm nach dem italienischen Rechtsphilosophen Cesare Beccaria, von dem der Ausspruch stammt: „Besser ist es, den Verbrechen vorzubeugen, als sie zu bestrafen.“ (Quelle: https://kriminalpraevention.rlp.de/programme-/-fortbildung/fortbildungen/beccaria

Warum habe ich über ein ganzes Jahr hinweg acht Wochenenden mit Kollegen von der Polizei, der Verwaltung, der Deutschen Bahn und dem Ministerium verbracht, wo doch die Kriminalstatistik der Sophie-Scholl-Schule sehr überschaubar ist?

In der Ausbildung konnte ich meinen Blick dafür schärfen, wie Präventionsangebote angelegt und evaluiert werden müssen, um sicherzustellen, dass sie auch den gewünschten präventiven Nutzen erfüllen und nicht vielleicht genau das Gegenteil bewirken.

Neben Statistik, Kriminalistik, Kriminologie (ja, da gibt es einen Unterschied) und Evaluation bekamen wir Inputs und auch Feedback zu Präsentationstechniken und Projektmanagement.

Den Abschluss bildete eine Projektskizze, welche wir in Vierergruppen erarbeiteten und im letzten Modul präsentierten. Wir durften aus allen Themen wählen, mit denen „Schaden abgewendet werden kann“.

Mein Team entwickelte ein einrichtungsbezogenes Konzept zur Suizidprävention. Wir werden diese Kooperation voraussichtlich unter der Beteiligung des Nationalen Suizidpräventionsprogrammes fortführen.

Suizidalität ist ein gesellschaftlich relevantes Thema. In vielen Ausbildungsgängen wird es trotzdem nur am Rande oder gar nicht behandelt, so dass Fachkräfte nicht selten unsicher oder vermeidend auf entsprechende Anfragen reagieren. Eine Vernetzung, Schulung und Bereitstellung von Gesprächsleitfäden und „Notfallkoffern“ für verschiedene Einrichtungen sind Teil unseres Konzeptes.

Von den neu geknüpften Kontakten im Landkreis profitieren Ratsuchende auch jetzt schon, da sie kurze Wege zwischen der Schulsozialarbeit und anderen Beratungsstellen schaffen.

Das Beccaria-Zertifikat unserer Schulsozialarbeiterin Kristin Scheuermann

 

Die Teilnehmenden der Fortbildung in Beccaria

Die Teilnehmenden der Fortbildung in Beccaria

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. 

Kristin Scheuermann

Schulsozialarbeiterin der Sophie-Scholl-Schule

scheuermann@bbs2-mainz.de

 

Zögern Sie nicht, im Falle einer psychischen Krise Hilfe zu holen. Sie finden Kontaktdaten auf den Seiten des Nationalen Suizidpräventionsprogrammes:

https://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote/hilfsangebote/

 

Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche:

116 111                      www.nummergegenkummer.de

Nummer gegen Kummer für Eltern:

0800 111 0 500

Telefonseelsorge:

0800 116 123

www.jugendnotmail.de

Text/Bilder: Scheuermann