Fachschule für Sozialwesen – Fachrichtung Sozialpädagogik (Erzieher/-in Teilzeit)

Zielsetzung und Dauer

Der Bildungsgang dauert bis zu 4 Schuljahren. In den ersten drei Jahren erfolgt vorwiegend eine theoretische Ausbildung. Es sind 15 Wochenstunden vorgesehen und eine hauptberufliche mindestens halbe Stelle in einer sozialpädagogischen Einrichtung muss nachgewiesen werden. Im vierten Schuljahr wird ein gelenktes, durch eine Arbeitsgemeinschaft der Fachschule begleitetes Berufspraktikum abgeleistet. Bei einer Halbtagsstelle verlängert sich dieser Ausbildungsabschnitt um ein weiteres Schuljahr. Die Arbeitsstelle muss im Einzugsgebiet der Ausbildungsschule liegen (50 km Umkreis). Im Rahmen der Ausbildung ist eine Studienfahrt vorgesehen, deren Teilnahme verpflichtend ist.

Der Lehrplan für diese Schulform weist darauf hin, dass für die erfolgreiche Bewältigung schulischer und beruflicher Anforderungen, die verständliche und korrekte Ausdrucksweise der deutschen Sprache (Niveau europäischer Referenzrahmen C1) notwendig ist.

Berechtigung

Nach bestandener Abschlussprüfung sind die Schüler/innen berechtigt, die Bezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher“ zu führen. Der Abschluss aller Module und des Berufspraktikums  berechtigt zum Studium an Fachhochschulen in Rheinland Pfalz.

Aufnahmevoraussetzungen

  1. ein qualifizierter Sekundarabschluss I u n d
    1. der Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder nach Landes- oder sonstigem Bundesrecht oder eine als gleichwertig anerkannte Ausbildung o d e r
    2. der Abschluss einer mindestens der Laufbahn des mittleren Dienstes gleichwertigen Ausbildung in einem Beamtenverhältnis   o d e r
    3. eine mindestens dreijährige hauptberufliche einschlägige Tätigkeit o d e r
    4. das mindestens dreijährige Führen eines Familienhaushaltes mit mindestens einem minderjährigen Kind oder
  2. die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife in Verbindung mit einer mindestens viermonatigen einschlägigen praktischen Tätigkeit.

Auf die o.g. einschlägige praktische Tätigkeit werden im Umfang der abgeleisteten Monate angerechnet.

  • die Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres gemäß dem Jugendfreiwilligendienstgesetz vom 16. Mai 2008 (BGBL.I S. 842), das geeignet ist auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,
  • die Ableistung eines Bundesfreiwilligendienstes gemäß dem Bundesfreiwilligendienstgesetz vom 28. April 2011 (BGBL. I S. 687), der geeignet ist, auf die nachfolgende Berufsausbildung vorzubereiten,
  • eine einschlägige ehrenamtliche Tätigkeit.

Weiterhin muss ein Arbeitsvertrag (kein Praktikumsvertrag), von einer mindestens hauptberuflichen halben Stelle in einer sozialpädagogischen Einrichtung vorgelegt werden.