Fachschule für Sozialwesen – Fachrichtung Sozialpädagogik (Erzieher/in im Schulversuch – Teilzeit)

Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 nehmen wir im Rahmen der Erzieher/innenausbildung in Teilzeitform an einem Schulversuch teil, der es den Teilnehmer/innen ermöglicht, das Berufspraktikum, das eigentlich nach dem schulischen Teil der Ausbildung absolviert wird, in die Ausbildung zu integrieren. Das bedeutet, wir bieten zwei unterschiedliche Ausbildungsformen ab dem zweiten Ausbildungsjahr an.

Folgender Vergleich macht das deutlich:

 Erzieher/innenausbildung in

(regulärer)Teilzeitform

Erzieher/innenausbildung

in Teilzeitform im Schulversuch

Dauer:  3 Jahre

plus 1 Jahr Berufspraktikum

Dauer: 3 Jahre

Integration des Berufspraktikums im 2. Und 3. Ausbildungsjahr

Gesamtdauer 4 Jahre Gesamtdauer 3 Jahre

 Die Schüler/innen haben demnach im ersten Schuljahr Zeit, sich in Bezug auf die Teilnahme an diesem Schulversuch zu orientieren und zu klären. Dabei sind einige Aspekte zu berücksichtigen, die sowohl für die Schüler/innen als auch für die Arbeitgeber/ Einrichtungen, die unsere Schüler/innen beschäftigen, von Bedeutung sind:

  1. Voraussetzung für die Teilnahme der Schüler an diesem Schulversuch
  2. Schulischer Teil
  • Teilnahme am Eingangsmodul
  • ein bestandenes Prüfungsmodul (lt. Stundentafel für die Fachschule für Sozialpädagogik, z. B. Lernmodul 5, 7, 10, 11, 12)
  • ein bestandenes fachrichtungsspezifisches Lernmodul
  1. Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen Schüler, Arbeitsstelle und Schule, die folgende Aspekte umfasst:
  • Arbeitgeber und Fachschule kooperieren im Hinblick auf das Erreichen des Ausbildungsziels.
  • Der Arbeitgeber ermöglicht der/dem Schülerin/Schüler ein Projekt gemäß § 10 der Fachschulverordnung vom 02. Februar 2005 durchzuführen.
  • Der Arbeitgeber benennt eine/einen Anleiterin/Anleiter gemäß § 9, Abs. 1 Fachschulverordnung, die/der die Ausbildung entsprechend des Rahmenplans für das Berufspraktikum vom 20.05.2011 begleitet und die fachlichen Leistungen der/des Schülerin/Schülers gemäß § 9, Abs. 9 beurteilt und der Fachschule vorlegt.
  • Die Schülerin/ der Schüler verpflichtet sich an den Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen, die von der Fachschule durchgeführt werden. Der Arbeitgeber ermöglicht die Teilnahme.

Wichtig: Die Praxisstelle muss im Einzugsbereich der Schule (50km) liegen!

 

  1. Ablauf des zweiten und dritten Ausbildungsjahres im Schulversuch

Im zweiten Ausbildungsjahr leistet der/die Schüler/in 50% des Berufspraktikums ab und besucht zusätzlich zum regulären Unterricht (15 Wochenstunden) einmal monatlich die schulische Arbeitsgemeinschaft (4 Stunden). Diese wird nach Möglichkeit außerhalb der Arbeitszeit im Nachmittags- und Abendunterricht angeboten.

Im dritten Ausbildungsjahr führt der/die Schüler/in neben diesen gleich bleibenden Verpflichtungen ein Projekt durch und dokumentiert dieses (siehe Fachschulverordnung vom 02. Februar 2005). Neben der Prüfung des schulischen Abschnitts absolvieren die Teilnehmer/innen zusätzlich die Präsentation des Projektes und das Kolloquium zum Abschluss des Berufspraktikums.

Nach erfolgreicher Prüfung in beiden Ausbildungsteilen (schulischer Abschluss plus Abschluss Berufspraktikum) erwirbt der/die Schüler/in am Ende des dritten Ausbildungsjahres die Staatliche Anerkennung als Erzieher/in und die Berechtigung zum Studium an Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme am Schulversuch ist die Rücksprache mit der Praxisstelle eine wichtige Voraussetzung. Dabei ist gemeinsam die Frage zu klären, ob die fachlichen Leistungen ausreichen, um die zusätzlichen Anforderungen bewältigen zu können. Auch die Lebenssituation sollte reflektiert werden.

(Stand Januar 2013)