Verbotene Bücher als Kunstwerk – documenta 14-Besuch

 

„Der kleine Prinz“ – verboten! „Pünktchen und Anton“ – verboten! Man fragt sich, warum scheinbar harmlose Kinderliteratur in Zeiten des dritten Reichs verboten waren und warum in einigen Ländern der Welt noch heute Bücher wie die Harry-Potter-Serie verboten sind. Was heute in unserer Kultur fast schon absurd erscheint, findet tagtäglich in anderen Ländern statt. Dabei geht es immer um politische Interessen mit dem Ziel, die Gedanken und Vorstellungen der Bevölkerung zu beeinflussen und zu manipulieren.  Im Lernmodul 7, mit dem Schwerpunkt der Literacy-Erziehung, also die Lese- und Schreib-Erziehung, haben die Schülerinnen und Schüler sich mit Kinder- und Jugendbüchern auseinandergesetzt. Durch einen Zeitungsartikel über die documenta 14 ist die Klasse FSS 15 TZ b auf das Werk der Künstlerin Marta Minujín aufmerksam geworden, die einen Aufruf gestartet hat, ihr Bücher zuzusenden, die auf dem Index standen bzw. stehen.

Aus diesen Büchern soll ein Kunstwerk entstehen – das Parthenon der Bücher. The Parthenon of Books (Der Parthenon der Bücher) ist ein Zeichen gegen das Verbot von Texten und die Verfolgung ihrer Verfasser_innen. Auch die Erzieherklasse FSS 16 TZ b hat sich mit dieser Thematik auseinander gesetzt, das Texte, die zur Meinungsfreiheit  beitragen, gesammelt.
Post für Kassel


Ein Teil eines Kunstwerks zu sein, war das Ziel der Klassen FSS 15 TZ b und FSS 16 TZ b der Sophie-Scholl- Schule. Die Bücher wurden auf den Weg gebracht und die Klassen haben sich auf den Weg Richtung Kassel gemacht, um auf Spurensuche zu gehen. Auf der documenta 14 konnten sich die Klassen mit Gegenwartskunst auseinander setzen.

Der Besuch war ein interessantes Erlebnis für die Klassen und es war besonders spannend, zu einem der ausgestellten Kunstwerke etwas beizutragen.
STE

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